Vom Fliehen und Ankommen


Geschichten…vom fliehen und ankommen…

Am 28. Januar haben Cosima und Natasa zusammen, wie ich finde, ein hochaktuelles Stück im Abraham Gumbel Saal in der Volksbank  Heilbronn zum Besten gegeben.
„Geschichten vom Fliehen und Ankommen“ geht jeden an und lässt keinen Meinungslos. In akribischer Kleinstarbeit wurden in dem etwa 80 Minuten langen Stück nahezu alle Aspekte zu diesem Thema beleuchtet.
Unzählige Menschen sind von Flucht betroffen.
Die Geschichten setzten sich mit dem Fliehen, Ankommen und Fluchtgründen auseinander und mit Lebensgeschichten von Menschen, die eine Flucht wagen, weil sie keinen Ausweg mehr sehen. Vertreibung, Elend und Flucht gibt es aber nicht nur heute, sondern sind auch Themen der Geschichte. Vor etwa 200 Jahren gab es beispielsweise eine große Auswanderungswelle aus dem Herzogtum Württemberg.

Im 2. Weltkrieg mussten viele Menschen fliehen.
Die beiden Schauspielerinnen Cosima Greeven und Natasa Rikanovic nahmen die Heilbronner Zuschauer mit ihrem nachdrücklichen Spiel sofort gefangen und rüttelten auf. „Viel Stoff zum Nachdenken“, meinte eine Zuschauerin und eine andere ergänzte: „Ich habe Gänsehaut!“
Trotz schwieriger Themen und eindrücklicher Szenen im Kostüm von Frontsoldaten, einem grausamen Spiel wie Schiffe versenken vor Lampedusa und Gesetzlosigkeit kamen auch Gefühle wie Hoffnung und Sehnsucht auf. Die Theatergruppe des „Kulturellen Zwischenraums“ überzeugte und machte betroffen.
Dass die Menschenwürde antastbar ist, wurde leider auch allzu deutlich an diesem Abend.
Auch gut gefallen hat mir in diesem Stück auch der perfekte Einsatz von Puppen. Mit welcher Überzeugung zum Beispiel: “ Schiffe versenken“ gespielt wurde, war beeindruckend. Im Anschluss daran, konnte man mit Cosima und Natasa über das aufgeführte Stück reden.

Alles in Allem war es ein gelungener Theaterabend in einem kleineren Ambiente.